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Wahlperiode 12, Band V/3, Seiten 2600 und 2601
2600
Dokumente

SED-Hausmitteilung

 

Ursula Ragwitz legte den Brief ZK-Sekretär Kurt Hager vor, der das Vorgehen
mit der Bemerkung bestätigte „Ich bin mit dem Vorschlag des Verbandes
einverstanden“. 28. 5. 84.

 

SED-Hausmitteilung

 

An Genossen Kurt Hager

 

von Abteilung Kultur                                                 24. 8. 1983

Lieber Genosse Hager!

[. . .]
Wie Dir bekannt ist, hatte Genosse Hermann Kant weitere Gespräche mit Bernt
Engelmann. Im Ergebnis ist beiliegende Erklärung entstanden, die Genossen
Erich Honecker vom Schriftstellerverband zur Kenntnisnahme übermittelt
wurde. Diese Erklärung soll entsprechend einer Weisung des Genossen Erich
Honecker am 1. 9. 1983 veröffentlicht werden. Erforderliche Maßnahmen sind
mit der Abteilung Agitation vereinbart. [. . .]

 

Mit sozialistischem Gruß

 

Ursula Ragwitz

 

Abteilungsleiter

 

 

[Bei der Erklärung handelt es sich um die Erklärung der Schriftstellerverbände
der DDR und der BRD zum Weltfriedenstag vom 31. 8. 83.]

2601

Monika Tantzscher

 

„Was in Polen geschieht, ist für die DDR eine
Lebensfrage!“ – Das MfS und die polnische Krise
1980/81

 

Vorbemerkung
I. Die „internationalistische Hilfe“ des MfS in Polen 1980/81
  Die geheimdienstliche Kooperation
  Die Offensive gegen die polnischen Reformer
II. Die Konsequenzen, die das MfS aus der polnischen Krise für seine
Tätigkeit im Innern der DDR zog
III. Chronologie der Ereignisse im Spiegel der ausgewerteten MfS-Akten
Zusammenfassung
Dokumentarischer Anhang

 

Vorbemerkung

Das Postulat des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), nicht nur die innere
Stabilität der DDR jederzeit zu gewährleisten, sondern auch auf die Sicherheit
und Geschlossenheit des gesamten „sozialistischen Lagers“ hinzuwirken, kam
1968/69 erstmals konkret in den Aktivitäten des DDR-Geheimdienstes in
Richtung CSSR zur Anwendung.

So konnte das MfS im August 1980, als es auf Geheiß der SED-Führung erneut
seine Kräfte mobilisierte, um mit seinen spezifischen Mitteln dazu beizutragen,
das schwächste Kettenglied des Warschauer Paktes, die Volksrepublik Polen,
vor dem Zerreißen zu bewahren, auf einschlägige Erfahrungen zurückgrei-
fen.

Doch im Vergleich zu 1968/69 hatten sich die Voraussetzungen für eine
grenzübergreifende Tätigkeit im östlichen Nachbarstaat bei gleichzeitig ver-
stärkten Überwachungsmaßnahmen und Repressionen nach innen entschieden
verbessert. Einige Ursachen, die zum Ausbau des Staatssicherheitsapparates in
den 70er Jahren und seine zunehmende Präsenz in den anderen Ostblockstaaten
geführt hatten, werden in der vorliegenden Arbeit genannt. Ein wesentlicher
Faktor war auch die Weiterentwicklung der operativen Technik und vor allem
die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung, die das perfektionierte