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Wahlperiode 13, Band VI, Seiten 204 und 205
204
Protokoll der 44. Sitzung

Dezember noch mal in Berlin zusammenkommen, um auch in diesem Bereich,
den Herr Professor Henke uns eben dargestellt hat, nach einem Weg zu su-
chen, daß an diesem authentischen Ort (Stasi-Zentrale) auch die vom Gesetz
aufgegebene zentrale Dokumentation untergebracht werden kann. Ich hoffe,
daß wir mit einem guten Ergebnis in die Kommission wieder zurückkommen
können. Soviel noch als Sachinformation.

Die Enquete-Kommission ist hier heute als Teil der demokratischen Erinne-
rungskultur definiert worden. Ich glaube, dies ist ein Satz gewesen, der noch
mal deutlich gemacht hat, daß wir tatsächlich an einer Arbeitsstelle sind, als
Abgeordnete und als Sachverständige, die nicht als Sonntagsarbeit erledigt
werden kann. Dies, glaube ich, spüren alle, die in dieser Arbeit tätig sind. Und
daß das hier heute so bestätigt wurde mit dieser Formulierung, habe ich natür-
lich mit besonderer Dankbarkeit entgegengenommen, denn oft ist man ja an
dem Thema, das wirklich so sperrig ist, so schwer ist, geneigt zu sagen, dies
sollen andere nach mir tun. Aber ich glaube, wenn wir als Enquete-Kommissi-
on dieses Thema nicht zu Ende führen und mit Ende dieser Wahlperiode des
Deutschen Bundestages mit keinem Ergebnis kommen, dann ist wertvolle Zeit
verstrichen. Dann wird auch vorerst wohl auf der politischen Ebene dieses
Thema nicht mehr in voller Breite angenommen.

Ich glaube, heute ist auch deutlich geworden, daß die Erinnerungsarbeit oder
der Umgang mit unserer Geschichte, zumal mit der Geschichte zweier Diktatu-
ren, keine Angelegenheit von Verordnungen der Ministerialverwaltungen sein
kann und sein darf, sondern Teil des Selbstverständnisses unserer Republik
und unserer Nation. Dies muß noch wesentlich breiter öffentlich im ganzen
Land diskutiert werden, und an diesen Diskussionen muß sich der Deutsche
Bundestag als demokratische Repräsentanz des Volkes auch beteiligen. Ich
glaube, dies ist heute sehr deutlich geworden in der Anhörung, und ich hoffe,
daß wir mit unserer weiteren Arbeit, die jetzt nicht mehr in der Öffentlichkeit
stattfinden wird, zu einem Ergebnis kommen, das wir dann dem Deutschen
Bundestag vorlegen können und das dann der öffentlichen Diskussion überge-
ben ist.

Herzlichen Dank bei allen, die heute beteiligt waren. Herzlichen Dank bei al-
len, die sich an der heutigen Diskussion und an der heutigen Arbeit beteiligt
haben.

Die nächste Sitzung der Kommission findet in einer Woche in Berlin wieder-
um statt, aber dann für zwei Tage. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen
Abend und kommen Sie gut nach Bonn oder wo auch immer hin, und daß die
Maschine nicht, wie es dem Herrn Ministerpräsidenten heute morgen passiert
ist, auf dem Boden stehen bleibt.

Ende der Sitzung: 18.05 Uhr

 

Gerhard Finn

 

Bericht zur neueren Literatur (ab 1990) über Zahl,
Verbleib und Zusammensetzung der Häftlinge nach
Internierungsgründen in den sowjetischen Speziallagern
der Jahre 1945 bis 1950

 

1. Themenfeld
1.1. Massenverhaftungen in der ersten Zeit 1945/46
1.1.1. Nazi(aktivisten)
1.1.2. Kettenverhaftungen
1.1.3. Spätere Verhaftungen
1.1.4. Jugendliche
1.2. Sowjetische Militärtribunale (SMT)
1.3. Die Speziallager
1.4. Die Zusammensetzung der Häftlingsgesellschaft der Speziallager
2. Literatur nach 1990
2.1. Literatur zu den einzelnen Gewahrsamen
2.2. Dokumentationen zum Thema Speziallager und Publikationen, die sich nicht einzelnen Lagern/Gefängnissen zuordnen lassen
2.3. Nichtgedrucktes Material
3. Forschungsdesiderata
4. Gedenkstättenarbeit
4.1. Buchenwald
4.2. Sachsenhausen
4.3. Berlin-Hohenschönhausen
4.4. Empfehlungen für eine Gedenkstättenkonzeption
4.4.1. Verwaltungsmäßige Voraussetzungen
4.4.2. Interne Regelungen
4.4.3. Äußere Gestaltung
4.4.4. Gedenkstättenprinzipien
Abkürzungen
Literaturverzeichnis
Zusammenfassung