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Wahlperiode 13, Band VI, Seiten 490 und 491
 

Jan Lipinsky

Gefängnisse und Lager in der SBZ/DDR als Stätten des
Terrors im kommunistischen Herrschaftssystem

 

1. Aktueller Forschungsstand und Forschungsperspektiven
1.1. Aktenlage und deren Problematik
1.2. Sowjetische Gefängnisse
1.2.1. Aufbau des Operativen Systems
1.2.2. Räumliche Verteilung der Gefängnisse
1.2.3. Von sowjetischer Requirierung und Bewirtschaftung bis zur Rückga-
be an deutsche Organe
1.3. Forschungslücken
2. Einrichtung und Betreiben der sowjetischen Speziallager als
Teil des GULag – das sowjetische Gefängnis- und Lagersy-
stem als Vorbild für die SBZ/DDR
2.1. Enge Verbindung zum GULag
2.1.1. Personal
2.1.2 Speziallager
2.1.3. Lagereinrichtung
2.2. Speziallager zwischen Totalisolation und Arbeitskräftereservoir
2.2.1. Zwangsmobilisierung
2.2.2. Geringfügiger und verspäteter Arbeitseinsatz in der SBZ/DDR
2.2.3. Totalisolation
2.2.3.1. Verordnete Untätigkeit
2.2.3.2. Negative öffentliche Auswirkungen
2.2.3.3. Verbotener Briefkontakt
2.3 Lagerrealität von der Verhaftung bis zu Tod,
Übergabe oder Entlassung
2.3.1. Verhaftung und Einfluß der Operativen Organe
2.3.2. Verhöre, Schuldzuweisung, Urteil, Haftanrechnung
2.3.3. Einlieferung in Lager, Häftlingsgruppen
2.3.4. Verpflegung, Krankheit, Strafen, Tod
2.3.5. Arbeitstauglichkeit, Deportation
2.3.6. Entlassung, Lagerauflösung
2.3.7. Überstellung an deutsche Organe
2.4. Amnestien in sowjetischer Regie
2.5. Fortgang sowjetischer Verhaftungen
3. Speziallager zwischen totaler Isolation der Häftlinge und drän-
gendem Suchen der Angehörigen
3.1. Reaktion der sowjetischen Besatzungsmacht
491
Gefängnisse und Lager in der SBZ/DDR
3.2. Reaktion deutscher Kommunisten
3.2.1. Benachteiligung Entlassener
3.2.2. Todeserklärungen
3.2.3. Ehescheidungen
3.2.4. Gräberfelder und Verstorbene
3.2.5 Weitere Beobachtung nach der Entlassung
3.2.6. Waldheimer Prozesse
3.2.6.1. Vorbereitung und Durchführung
3.2.6.2. (Sächsischer) Streit um die Todesurteile
3.2.6.3. ‘Beseitigung‘ der Akten
3.3. Reaktion nichtkommunistischer deutscher Partei- und Regierungs-
stellen
3.4. Reaktion kirchlicher Stellen
3.4.1. Todeserklärungen
3.4.2. Immer deutlichere Beschwerden
3.4.3. Anhaltende kirchliche Bemühungen auch nach Gründung
der DDR
3.4.3.1. Verschärfte DDR-Bestimmungen
3.4.3.2. Fürbitte, Gnadengesuche
3.4.4. Propst Grüber
3.5. Reaktion des westlichen Auslands
4. Sowjetische Gefängnisse und Speziallager in der SBZ/DDR
von 1945 – 1950 als Teil des GULag und in vergleichender
Sicht
5. Ausblick auf eine Gedenkstättenkonzeption
5.1. Vorschläge für eine Ausstellung
5.2. Vorschläge für politisches Handeln
Literaturverzeichnis
Zusammenfassung

 

1. Aktueller Forschungsstand und Forschungsperspektiven

Die sowjetischen Speziallager sind nach dem Zusammenbruch der Sowjetuni-
on, dem Öffnen des Eisernen Vorhangs und nach teilweiser Freigabe eines
Moskauer Aktenbestandes seit Anfang der 90er Jahre endlich zu einem For-
schungsgegenstand geworden, der sich nicht mehr nur auf Zeitzeugenberichte
stützen muß. Dabei konzentrierten sich die Forschungen bisher auf Buchen-
wald und Mühlberg, nachrangig erfuhren auch Torgau, Berlin-Hohenschön-
hausen, Bautzen, Fünfeichen und Ketschendorf aktengestützte Bearbeitung.
Sachsenhausen, Jamlitz, Frankfurt/Oder und die kleineren bzw. nur kurz be-
stehenden Lager wie Weesow, Wansleben bzw. die Lager in den ostdeutschen
Provinzen wie Graudenz, Landsberg, Oppeln, Posen oder Tost rückten bisher