schließen

Fehler melden / Feedback

Angezeigte SeitenWahlperiode 12, Band VI/1, Seiten 174 und ~175 (wp12b6_1_0179)
betrifft 1)
Fehlerart 1)Seiten-Überschrift falsch
Seiten-Nummer falsch
Seiten-Nummer-Position falsch (rechts/links)
falsches Bild / Bild fehlt
Seite wird nicht angezeigt
Fehler im Text
Formatierung falsch
nicht aufgeführter Fehler / nur Feedback
Ihr Name
Erklärung/Feedback 1)
(nur erforderlich, falls
nicht aufgeführter
Fehler
oder nur Feed­back)
Ihre E-Mail-Adresse 2)
1)  erforderlich
2) für Rückfragen, empfohlen
   
Wahlperiode 12, Band VI/1, Seiten 174 und 175
174
Protokoll der 56. Sitzung

und Mitglieder der Enquete-Kommission zu hören. Der Vorsitzende, Rainer
Eppelmann, hat heute früh in seiner Rede gesagt: „Wir müssen nach den
Verstrickungen fragen, die die Stasi in die Kirche hinein aufbaute. Wieviel
Vertrauen ist da mißbraucht worden von einzelnen? Wie gehen die Kirchen mit
dieser Vergangenheit um? Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben“, so hat er
gesagt, „daß die Kirchen auch hier Wege aufzuzeigen vermögen, die aus einer
schwierigen und manchmal auch dunklen Vergangenheit in die Zukunft führen
können.“ Das ist ein bißchen auch das Interesse dieser Anhörung, die morgen
noch weitergeht. Wir wollen uns morgen mit dem sehr schwierigen, aber
auch spannenden Thema beschäftigen „Die Kirche und die Gruppen“. Dazu
wollen wir zwei Vorträge hören und dann wiederum eine Podiumsdiskussion.
Wir wollen am 21. Januar 1994 in Bonn eine zweite Anhörung zum Thema
„Kirche“ haben. Die beschäftigt sich besonders mit dem Verhältnis der EKiD
und des Bundes zueinander. Da wird die katholische Kirche miteingeladen,
und aus der Sicht der katholische Kirche werden wichtige Fragen des Ost-
West-Verhältnisses thematisiert. Wir werden, dazu möchte ich Sie sehr herzlich
einladen, am 8. und 9. Februar 1994 in der Drei-Königs-Kirche in Dresden eine
öffentliche Anhörung zum Thema „Kirche“ durchführen, wo all diejenigen zu
Wort kommen, die heute nicht zu Wort gekommen sind. Heute war es die
konzeptionelle Ebene, und da soll es gehen um die Frage „Kirche vor Ort:
Wie haben Gemeindeglieder, wie haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die
Kirche erlebt?“ So daß da alle, die zu Worte kommen, die heute vielleicht
innerlich ein bißchen ungehalten sind, und sagen: Nun fahren sie da so viele
prominente Leute auf, aber wo ist unsere Stimme zu hören? Die wird am 8.
und 9. Februar 1994 in Dresden zu hören sein. Ich danke Ihnen allen, daß Sie
gekommen sind. Ich danke Ihnen, meine Herren, daß Sie uns treulich zur Seite
gestanden und offen geredet haben. (Beifall)

 

Protokoll der 57. Sitzung

der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-
Diktatur in Deutschland“ am Mittwoch, dem 15. Dezember 1993; Beginn:
9.00 Uhr in Erfurt, Thüringer Landtag, Arnstädter Str. 51; Vorsitz: Abg.
Rainer Eppelmann (CDU/CSU); Tagesordnung: Öffentliche Anhörung zu dem
Thema

„Die Kirche und die Gruppen“

 

Inhalt

Eröffnung
Vorsitzender Rainer Eppelmann
175
Vorträge
Rudi-Karl Pahnke
„Die Kirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR und
ihr Verhältnis zu den Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen“
177
Curt Stauss
„Die Kirche und die Gruppen“
190
Diskussion 198
Podium
unter der Leitung von Stefan Hilsberg
202
Angelika Schön 203
Reinhard Weißhuhn 204
Martin Böttger 206
Werner Hilse 208
Heino Falcke 211
Christoph Demke 215
Diskussion 219

 

Vorsitzender Rainer Eppelmann: Die Enquete-Kommission „Aufarbeitung
von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“ hat gestern
den ganzen Tag, fast in die Nacht hinein, die Haltung der evangelischen
Kirchen zum SED-Staat im geteilten Deutschland beschäftigt. Heute wollen